Wenn Sie Acrylglas kleben möchten, müssen Sie auf zwei Dinge achten: herkömmlicher Klebstoff scheidet aus, und die Passform benötigt große Genauigkeit. Wenn Sie die Tipps und Tricks in unserem Blog befolgen, wird Acrylglas kleben zum Kinderspiel! Sie benötigen den passenden Acrylglas-Kleber und die richtige Vorbereitung. Mit diesem zwei Dingen im Gepäck ist die halbe Miete schon bezahlt!
Acrylglas ist die offizielle Bezeichnung für eine Kunststoffart, die auch als Perspex® oder Plexiglas® bekannt ist. Zu den Besonderheiten dieses Materials zählt, dass es sich nicht mit regulärem Klebstoff verkleben lässt. Der Grund ist, dass dieser einfach nicht genügend Haftung bietet. Aus diesem Grund benötigen Sie einen speziellen Klebstoff, der für Acrylglas geeignet ist. Wir empfehlen zu diesem Zweck Acrifix®. Wie alle Klebstoffe für Acrylglas besitzt dieser keine eigene Klebekraft. Stattdessen sorgt er für weiche Kontaktoberflächen, die dann zusammenschmelzen. Im Prinzip ist das Acrylglas kleben also mit dem Verschweißen vergleichbar. Eine weitere positive Eigenschaft von Acrifix® ist seine Dünnflüssigkeit (Fließbarkeit). Dadurch füllt er Unebenheiten auf der Oberfläche, wie sie bei einem Sägeschnitt auftreten, nicht auf, wie regulärer Kleber es tun würde. Im Gegensatz zu Letzterem wird Acrifix® mit einer dünnen Nadel zwischen die Kontaktoberflächen angebracht. Dies wirkt auf den ersten Blick ein bisschen kompliziert. Sie werden feststellen, dass es mit der richtigen Vorbereitung genauso leicht ist wie „normales“ Kleben.

Am wichtigsten ist, dass die Oberflächen der beiden Platten so glatt und plan wie möglich sind. Wir kommen Ihnen hier bereits entgegen, indem wie alle Platten mit planen Schnittkanten ausliefern. Dennoch raten wir, die Kanten noch einmal selbst zu schmirgeln. Wenn Sie selbst einen Sägeschnitt gemacht haben, können Sie auch diesen mit Schmirgelpapier nachbearbeiten. Wir empfehlen ihnen, dabei mit grobem Schmirgelpapier anzufangen. Anschließend gehen Sie schrittweise zu feinerem Schmirgelpapier mit Körnung 400 über. Stellen Sie sicher, dass die Kante so gerade und plan wie möglich ist.

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Im Anschluss müssen Sie die zu verklebenden Formteile säubern. Dies geht am besten mit Alkohol oder einem antistatischen Reinigungsmittel. Anschließend reiben Sie die Formteile mit einem antistatischen (fußelfreien) Tuch trocken. Jetzt können Sie die Formteile aufeinander oder gegeneinander positionieren. Bei einer rechtwinkligen Verbindung verwenden Sie dazu einen Fensterwinkel. Stellen Sie sicher, dass die Formteile während des Klebevorgangs fixiert bleiben.

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Bei der Arbeit mit dem Acrifix® Klebstoff benötigen Sie eine Schutzbrille sowie Vinyl- oder Gummihandschuhe. Acrifix® wird durch ein Flakon mit Nadel aufgetragen. Dadurch lässt der Klebstoff sich äußerst anbringen. Füllen Sie dazu das Flakon, und schrauben Sie den Deckel mit der Nadel darauf fest. Nun wird die Luft aus dem Flakon gepresst. Beim anschließenden Umdrehen muss das Flakon zugekniffen werden. Dadurch wird verhindert, dass der Klebstoff aus der Nadel heraustropft. Um dem Klebstoff im Flakon verbleiben zu lassen, geben Sie mit dem Druck Ihrer Finger etwas nach. Falls doch etwas Kleber heraustropft, sollten Sie ihn nicht wegwischen! Andernfalls würden Sie riskieren, dass das Acrylglas trüb wird. Lassen Sie ihn stattdessen einfach verdunsten.

Beim Acrylglas kleben tragen Sie Sie den Kleber langsam zwischen den Kontaktoberflächen auf. Die Kapillarwirkung sorgt dann dafür, dass er zwischen die beiden Platten fließt.

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Stellen Sie sicher, dass der Kleber vollständig zwischen die Platten fließt. Es dauert ungefähr 5 Minuten, bis das Acrylglas verklebt ist. Um den Kleber vollständig einziehen zu lassen, fixieren Sie die beiden Formteile für mindestens 15 Minuten. Es dauert 24 bis 48 Stunden, bis die Klebeverbindung ihre vollständige Stärke erreicht hat.